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Donnerstag, 22. April 2010

Cabalgata/ mein Geburtstag

Jule und Manuela mussten mind. 31 Mal für mich "Cumpleaños feliz" singen (ich glaube es war sogar öfter:-)
Und die Frau vom Hostal wunderte sich ein wenig als zum zweiten Mal Bonbons verstreut wurden, eine Kerze brannte und gesungen wurde.

Ich wünschte mir ein Cabalgata zum Geburtstag- sehr zur Freude meiner zwei Lieben. Aber ich finde dieses Wort so cool und außerdem fand ich die Vorstellung total lässig durch patagonische Landschaft geritten zu werden, anstatt immer alles zu Fuß zu erkunden. So ritten wir auf pubsenden Pferden im Schritt 1,5 h bergauf und hatten ne echt nette Sicht auf den Lago Argentino.




Diese super "Bonbom"-Torte habe ich von den Beiden geschenkt bekommen. Hammer: mit Dulce de Leche, Schokolade und Sahne drin. Voll lecker. Das letzte Stück wurde mir allerdings frecherweise aus dem Kühlschrank geklaut.

Auch hier waren die Wolken echte Tiefflieger.


Margaritenzeit ...


Wir begannen abends auch Matetee zu schlürfen- echt gemütlich und nach dem ungefähr 6. Aufguß auch gar nicht mehr so bitter:-)

Mittwoch, 14. April 2010

Perito Moreno/ Jules Geburtstag

Das Geburtstagskind:-) ... Cumpleaños feliz!


Wir verließen Chalten und kamen am 21.2. in Calafate an. Am Tag darauf hatte Jule Geburtstag. Sie wünschte sich Eistrekking und so fuhren wir zum Perito Moreno, guckten zuerst die gigantische Gletscherzunge an, lauschtem dem ständigen Krachen des Eises, denn dieser Gletscher wächst noch: 2m in die Länge und 1.35m in die Breite- und das hört man, schauten zu wie riesen Brocken Eis abbrachen und mit Riesengetöse ins Wasser krachten und machten danach nen Eistreck ....



Das Eis an der Gletscherspitze ist 600 Jahre alt.




Auf dem Gletscher: eine Wasserpfütze.


Mit Spikes zu laufen musste erstmal geübt werden ...



Zum Abschluss gab es Whisky mit Gletschereis und lecker Alfajores (kleine Kuchen wie Yestörtchen mit Dulce de leche in der Mitte)

Samstag, 10. April 2010

El Chaltén

Wir konnten es kaum fassen: schon bei der Anfahrt auf Chalten durften wir den "Torres" (welcher der schönste Berg Patagoniens sein soll) und den "Fitz Roy" (welcher als der König Patagoniens gilt) ohne Wolken sehen.



Argentinien und der Matetee- unglaublich. Es gab sogar die Kalabasse mit Zubehört komplett aus Holz hergestellt als Souvenier zu kaufen.

Alle und überall wurde der Mate getrunken: an der Kasse am Supermarkt, abends in der Kneipe, beim Busfahren- die Leute waren immer voll bepackt: in der einen Hand die Thermoskanne, in der anderen den Matebecher mit der Pulverdose ...


Der Torres ...


Endlich sahen wir einen Berg bei Sonnenaufgang!

Jule und ich wagten erneut eine kleine Trekkingtour ...


Wir genossen den Luxus, dass Manuela uns tagsüber immer besuchte (sie lief viel mehr als wir, dadurch dass sie immer vom Dorf zu uns und wieder zurück lief!- WAHHSINN) und lecker Sandwiches und Media Lunas (Croissants) mitbrachte. Voll toll! Das war der reinste Luxustreck: schönes Wetter durchgehend, alle Berge vor strahlend blauem Himmel und lecker Essen!


Die Schatten des Giganten Fitz Roy. (Der Anstieg bis hoch war unglaublich anstrengend, so dass wir nach dem abendlichen Aufstieg beschlossen, dass wir das am nächsten morgen nicht tun werden. Wir verzichteten auf die Lagune, schliefen dafür ne Stunde länger und schlurften einfach ein paar Meter weiter um von dort die Sonne aufgehen zu sehen:


Der "Fitz Roy" wurde ursprünglich "El Chalten" genannt, was "rauchender Berg" heißt. Da fast immer Wolken an diesem Berg kleben, dachten die Menschen, dass er raucht.

Ganz in der Nähe ein Hängegletscher mit einer tollen Lagune, in der Eis schwamm.

Jetzt fing es wieder an zu regnen- zum Glück war das unser letzter Trekkingtag.

Fossilien auf 1400m Höhe.

Ein wunderschöner Berg "Cerro Solo" befand sich links des Cerro Torre.

Die Landschaft am Fuße der Gletscher...

Cerro Torre mit Lagune und Fitz Roy auf einem Blick (man bemerke die klare Sicht!- das ist nicht selbstverständlich in Patagonien. Es regenete z.B. den ganzen Januar durch und wir kamen am 15. Februar).

Der größte Gletscher Argentiniens: Viedma (575 km²). Die Zunge läuft in den Lago Viedma, die Ufer des Lago Viedma zeigen Steppe- unglaublich ...

Sonntag, 28. März 2010

Feuerland

Feuerland hat eine sehr traurige Geschichte und eine unglaublich beeindruckende Landschaft. Die Selknam waren neben 2 weiteren Völkern die Menschen, welche noch bis ins 20. Jhrd. auf Feuerland gelebt haben. Ende des 19. Jhdr. kamen Schafszüchter in den Süden von Argentinien, bevölkerten das Land und bauten "Estancias" (Farmen). Ungefähr zu gleicher Zeit trafen auch die Missionare ein. Die Völker wurden chrisianisiert, womit hauptsächlich gemeint war, dass sie Kleider der Missionare anziehen mussten, sich damit Krankheiten einfingen an denen sie massenweise zugrunde gingen. Zudem waren die Schafszüchter genervt von den "groben" Einheimischen und bezahlten viel Geld für einen erschossenen Ureinwohner. Noch mehr Geld zahlten Forscher, welche die Selknam oder Yanama mit nach Europa nahmen um sie zu "zivilisieren" oder auszustellen. In einem Museum gab es einen Film zu sehen, der 1930 gedreht wurde. Damals lebten die Selknam noch so wie auf dem Foto. Auf den Fotos waren auch Babys- man muss sich vorstellen, dass diese Menschen teilweise heute noch leben und gerade mal 80 Jahre alt sind. Welche Entwicklung haben diese Menschen mit angesehen??? Schaut euch die Bilder an!



Ich hatte das Gefühl dem Himmel unglaublich nahe zu sein auf Feuerland- die Wolken hingen so tief!


Der landschaftliche Wechsel auf Feuerland war beeindruckend. Im Norden gab es Steppe und kleine Hügel und ganz plötzlich als man kurz vor Ushuaia war, tauchten Berge mit verschneiten Spitzen auf und grüne Wälder ...

Ein Guanaco ...

Nandus- straußenähnliche Vogeltiere.


Sicht von Ushuaia aus auf die Cordillieren. Für mich war das der schönste Berg von allen:-)


Mit der Seilbahn zum "Gletscher"


Blick vom "Gletscher" auf Ushuaia und den Beagle Kanal.


Es hatte frisch geschneit ...



Wir fanden keinen Gletscher- wahrscheinlich gab es zuviel Schnee- aber schön wars trotzdem:-)

Im Nationalpark von Feuerland- wunderschön und gut organisiert. Man konnte sich in einer kleinen Hütte Stempel vom "Ende der Welt" in den Pass machen lassen.



Diese Art von chaotischem Wald mit verknöcherten Bäumen war sehr typisch für die eher südliche Landschaft Feuerlands.

Endlich sahen wir einen "Carpintero" in echt. Seit dem Conguillio suchten wir nach diesem Vogel. Es ist ein Specht und heißt übersetzt Zimmermann:-)

Täglich kamen die "Traumschiffe" an und schütteten eine Flut von Touris in Ushuaia aus.

Pinguine und Biber sind die "Maskottchen" von Feuerland.

Ushuaia war so unglaublich tourischtisch, überall waren Pinguine und es gab tausend verschiedene Boutiquen und Trekkingläden.

Ich liebe die Kioske hier- v.a. die in Argentinien- die sind so schön sortiert ...

Ein bisschen Zuhause:-)- links oben seht ihr die Flagge von Feuerland.